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Cagliari

Rot-blaue Trikots aus Sardinien, vom Meisterjahr 1970 mit Gigi Riva bis in die Gegenwart. Woran sich Saison, Ausrüster und Trikotart erkennen lassen.

Cagliari Calcio kommt aus der sardischen Hauptstadt und spielt in Rot und Blau; I Rossoblu und sardisch Casteddu sind die gebräuchlichen Beinamen. Das Vereinswappen greift die Flagge Sardiniens auf. Für den Gebrauchtkauf heißt das: Die Farbkombination allein hilft kaum weiter, weil sie über Jahrzehnte gehalten wurde. Ausrüster, Trikotart und Sponsorfläche grenzen den Zeitraum deutlich schärfer ein.

Die Geschichte des Vereins

Als Gründungsdatum gilt der 20. August 1920, als Studenten der Universität Cagliari den FC Cagliari ins Leben riefen. Nach einer Zusammenlegung, der Auflösung 1934 und der Neugründung als US Cagliari pendelte der Verein zwischen zweiter und dritter Liga; 1951/52 war Cagliari der erste alleinige Meister der Serie C, 1964 gelang der Aufstieg in die Serie A.

1969 wurde die Mannschaft Vizemeister, 1970 folgte der bis heute einzige Meistertitel, der erste eines Klubs südlich von Rom. Getragen wurde er von Luigi Riva, genannt Gigi, dem Rekordtorschützen des Vereins und der italienischen Nationalmannschaft. Mit Albertosi, Niccolai, Boninsegna, Gori, Cera, Domenghini und Riva stellte Cagliari 1970 mehrere Spieler des italienischen WM-Finalteams. Der größte europäische Erfolg ist das Halbfinale im UEFA-Pokal 1994, nach einem Viertelfinalsieg über Juventus Turin. Als Heimspielstätte dient seit 2017 das Unipol Domus; davor war es über Jahrzehnte das Stadio Sant’Elia, zwischenzeitlich wurde in Quartu Sant’Elena und in Triest gespielt.

Ikonische Trikots

Aus der Meistersaison selbst tauchen so gut wie keine Trikots auf; die üblichen Fundstücke beginnen bei den 1990er-Jahren. Dort hilft der Ausrüster weiter: Umbro, Kappa, Asics, Reebok, adidas, Uhlsport, Errea und Macron haben Cagliari zu unterschiedlichen Zeiten ausgestattet. Datierte Stücke machen die Abschnitte greifbar, etwa Kappa-Trainingsshirts von 2012/13 oder Macron-Trainingsshirts von 2009/10. Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots kursieren Torwarttrikots, Langarmversionen, Shorts, Polos, Trainingsshirts, Drill Tops, Trainingsjacken sowie Bank- und Regenjacken. Auch Baumwoll-Tees mit Ausrüsterlogo gehören dazu, etwa ein adidas-Tee von 2021/22; solche Teile werden leicht mit Spieltagstrikots verwechselt.

Spieler, die den Verein geprägt haben

Der Name Riva ist mit dem Titel von 1970 verbunden, taucht auf gebrauchten Trikots aus jener Zeit aber kaum auf. Bei jüngeren beflockten Teilen gilt die übliche Vorsicht: Nachnamen werden ohne Umlaut und ohne Vornamen gedruckt, ein Nachname allein identifiziert keinen Spieler. Dazu kommen Trikots mit Nummer, aber ohne Namen, etwa Heimtrikots von 2012/13 mit den Nummern 16 und 19 oder ein Auswärtstrikot von 2014/15 mit der Nummer 14. Sie lassen sich nur über Saison, Ausrüster und Schriftbild einordnen, und dafür lohnt der Vergleich mit Bildern aus der betreffenden Spielzeit.

So wählst du dein Trikot

Player Issue und Match Issue bezeichnen Spielerausführungen und sind kein Nachweis dafür, dass ein Trikot im Spiel getragen wurde. Diesen Anspruch erhebt nur die Angabe Match Worn, und sie sollte belegt sein. Ein Titel wie 1990-93 meint ein Design, das über mehrere Spielzeiten getragen wurde, nicht ein besonders altes Einzelstück. Zustandsangaben reichen von Fair bis Brand New with Tags; bei Trikots aus den 1990er-Jahren sind leichte Verfärbungen und Knötchenbildung im Gewebe üblich und kein Mangel im engeren Sinn. Neuauflagen sind meist gekennzeichnet, unterscheiden sich vom Original aber in Schnitt, Material und Etikett. Wer ein Original sucht, prüft daher zuerst den Waschzettel und die Innenetiketten.

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