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Mallorca

RCD Mallorca spielt in roten Trikots mit schwarzen Hosen und schwarzen Stutzen. Wer ein älteres Exemplar einordnen will, achtet auf Ausrüster, Sponsor und den Stadionwechsel von 1999.

Der Real Club Deportivo Mallorca aus Palma ist der älteste Klub der Balearen und wurde am 5. März 1916 von Adolfo Vázquez Humasqué gegründet. Der Verein hieß zunächst nach dem König Alfonso XIII, wurde 1931 aus politischen Gründen in Club Deportivo Mallorca umbenannt und trägt den Zusatz Real seit 1949. Rot mit schwarzen Hosen und schwarzen Stutzen ist die traditionelle Spielkleidung. Beim Einordnen eines Trikots zählt deshalb weniger die Farbe als die Kombination aus Ausrüster, Sponsor und Schnitt.

Die Geschichte des Vereins

Zwischen 1960 und 1990 spielte Mallorca überwiegend zweitklassig, mit einem kurzen Absturz in die Dritt- und Viertklassigkeit zwischen 1975 und 1981. Die stärkste Phase begann Ende der 1990er Jahre: Von 1997 an hielt sich der Klub sechzehn Spielzeiten am Stück in der ersten Liga. Die besten Platzierungen waren zwei dritte Plätze in den Spielzeiten 1998/99 und 2000/01. Unter Héctor Cúper erreichte Mallorca 1997/98 das spanische Pokalfinale und verlor erst im Elfmeterschießen gegen den FC Barcelona; als Pokalzweiter zog der Verein 1999 ins Finale des Europapokals der Pokalsieger ein, das gegen Lazio Rom mit 1:2 verloren ging. Im selben Zeitraum gewann Mallorca 1998 die Supercopa de España.

Der größte nationale Erfolg fällt auf das Jahr 2003: Unter Gregorio Manzano gewann Mallorca die Copa del Rey mit 3:0 gegen Recreativo Huelva, die Tore erzielten Walter Pandiani und Samuel Eto’o. Am Ende der Saison 2012/13 folgte der Abstieg, 2017/18 der Wiederaufstieg in die Segunda División und ein Jahr später über die Aufstiegsrunde gegen Deportivo La Coruña die Rückkehr in die Primera División. Fürs Datieren wichtiger als jede Tabelle ist der Umzug: Seit 1999 trägt der Verein seine Heimspiele im Estadi Mallorca Son Moix aus, vorher im Estadio Lluis Sitjar.

Ikonische Trikots

Im Umlauf sind Teile von Umbro und Nike, dazu Trikots ohne prominentes Herstellerlogo aus Zeiten kleinerer Ausstatter. Der Ausrüsterschriftzug ist damit der erste Ansatzpunkt, der Sponsor der zweite. Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots finden sich Trainingsshirts, Drill Tops, Track Jackets, Regenjacken, Polos und langärmelige Varianten. Langarmversionen sind keine eigene Saison, sondern eine Ausführung derselben Kollektion, und Trainingsteile folgen oft einer eigenen Farb- und Formensprache, die dem Spieltagstrikot nur ähnelt. Ein als Match Issue bezeichnetes Stück wurde für den Profibetrieb gefertigt, etwa ein Heimtrikot der Saison 2013-14. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass es in einem Spiel getragen wurde; belegt matchgetragen ist nur, was sich mit einem nachvollziehbaren Nachweis verbinden lässt.

Spieler, die den Verein geprägt haben

Beflockte Exemplare tragen Nachnamen wie Kevin, Riera, Soler oder Varela. Ein Nachname allein identifiziert dabei keinen Spieler eindeutig, und Schreibweisen im Artikeltitel folgen der Druckvorlage auf dem Trikot, nicht der amtlichen Namensform. Wer eine bestimmte Beflockung sucht, sollte deshalb Nummer, Schriftart und Saison zusammen betrachten. Aufgebrachte Namen lassen sich jederzeit nachträglich ergänzen, was ein an sich echtes Trikot nicht entwertet, den Wert aber verändert.

So wählst du dein Trikot

Drei Dinge lohnen den genauen Blick. Erstens die Zuordnung: Heim, Auswärts oder Ausweich. Rot mit Schwarz ist die Heimkombination, Ausweichtrikots weichen davon teils stark ab, sodass ein Bild ohne Saisonangabe wenig aussagt. Zweitens Original oder Neuauflage. Ältere Jahrgänge werden nachproduziert; Waschzettel, Etikettengeneration und die Ausführung von Wappen und Herstellerlogo sind hier aussagekräftiger als das Gesamtbild. Drittens der Zustand. Angaben von Fair über Good und Very Good bis Excellent oder Mint sind Händlereinschätzungen ohne einheitlichen Maßstab. Bitten Sie um Detailaufnahmen von Kragen, Sponsordruck, Achselnähten und Saum, und prüfen Sie bei Trikots aus den 1990er und 2000er Jahren besonders den Zustand aufgedruckter Sponsorflächen, die mit den Jahren reißen oder abblättern können.

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