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Crystal Palace

1973 wechselte Crystal Palace die Vereinsfarben und den Spitznamen. Das macht die Trikotgeschichte des Klubs ungewöhnlich leicht in zwei Epochen teilbar.

Crystal Palace wurde 1905 im gleichnamigen Ausstellungsgebäude im Süden Londons als Profiverein gegründet; die Wurzeln reichen bis 1861 zurück. Seit 1924 ist der Selhurst Park im Stadtteil South Norwood die Heimspielstätte. Für Sammler gibt es bei diesem Verein einen klaren Schnitt: Bis 1973 hieß die Mannschaft The Glaziers und spielte in Claret und Blau, danach nennt sie sich The Eagles und trägt die rot-blauen Längsstreifen, die bis heute das Bild bestimmen. Wer ein Trikot einordnen will, hat damit schon die halbe Arbeit erledigt.

Die Geschichte des Vereins

Die Gründung ging von der Betreibergesellschaft des Crystal Palace aus, in dessen Stadion die FA seit 1895 ihre Pokalendspiele austrug. Der neue Verein wurde weder in die Football League noch in die höchste Spielklasse der Southern League aufgenommen und startete in deren Second Division, die er 1905/06 auf Anhieb gewann. Bis 1915 spielte Palace im Stadion auf dem Ausstellungsgelände, 1920 wurde der Klub in die Football League gewählt und zog 1924 nach Selhurst Park.

1969 stieg Palace erstmals in die erste Liga auf und pendelte ab 1977 jahrelang zwischen den beiden obersten Ligen. Nach dem FA-Cup-Finale 1990 forderte die Mannschaft 1990/91 Arsenal und Liverpool in der Meisterschaft heraus und wurde Dritter – die beste Ligaplatzierung der Vereinsgeschichte. 1992/93 gehörte Palace zu den Gründungsmitgliedern der Premier League. Nach dem Abstieg 1998 folgten finanzielle Probleme mit Insolvenzverwaltungen 1999 und 2010, ehe 2013 der Wiederaufstieg gelang. Auf die verlorenen Endspiele 1990 und 2016 folgte 2024/25 der erste große Titel mit dem Sieg im FA Cup, 2025/26 unter Oliver Glasner der Gewinn der UEFA Conference League.

Ikonische Trikots

Der Farbwechsel von 1973 ist die wichtigste Datierungsgrenze: Alles mit rot-blauen Längsstreifen gehört in die Zeit danach. Im Gebrauchtmarkt beginnt das Angebot bei Spannen wie 1980-84 und 1981-83, wird in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren dichter und reicht mit Lücken bis in die 2020er Jahre. Als Ausrüster tauchen Diadora, Errea, Puma, Nike und Macron auf; da sich ihre Zeiträume nicht überschneiden, grenzt schon das Logo einen Jahrgang stark ein. Steht eine Spanne wie 1988-90 im Titel, wurde dasselbe Design über mehrere Spielzeiten getragen – die genaue Saison lässt sich daraus nicht ableiten. Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots kursieren Torwarttrikots, Langarmversionen, Shorts, Trainingsshirts, Polos, Track Jackets und Bench Coats; diese Kategorien sollte man beim Vergleichen nicht vermischen.

Spieler, die den Verein geprägt haben

An Flocknamen finden sich auf gebrauchten Palace-Trikots unter anderem Zaha, Loftus-Cheek, Kuqi, Mullins, Riad, Franca, Cardines und Devenny. Bei einem kleinen Angebot sind beflockte Exemplare entsprechend selten. Vorsicht bei der Zuordnung: Ein Nachname allein identifiziert keinen Spieler eindeutig, und Beflockung ist kein Herkunftsnachweis, weil sie nachträglich aufgebracht worden sein kann. Schriftart, Nummernstil und Ärmelpatch sollten zur angegebenen Saison passen.

So wählst du dein Trikot

Die Angaben Player Issue und Match Issue beschreiben Ausführungen für den Kader oder für einen Spieltag. Sie belegen nicht, dass ein Trikot in einem Spiel getragen wurde; dafür wäre eine dokumentierte Herkunft nötig. Weil viele Palace-Stücke aus den 1980er und 1990er Jahren stammen, ist die Unterscheidung zwischen Original und späterer Neuauflage hier besonders wichtig: Waschetikett, Materialgefühl, Kragenkonstruktion und die Art, wie Wappen und Sponsor aufgebracht sind, geben den Ausschlag. Die Zustandsstufen reichen von Good über Very Good und Excellent bis Mint und Brand New mit Etikett. Wo Vergleichsexemplare fehlen, hilft der Abgleich der Streifenbreite und der Wappenform mit einem datierten Bild aus derselben Saison.

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