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Reims

Stade de Reims wurde 1910 als Betriebssportverein der Sektkellerei Pommery gegründet und trägt seinen heutigen Namen seit 1931. Heimspielort ist das Stade Auguste-Delaune.

Reims ist ein Name mit zwei sehr unterschiedlichen Epochen, und das wirkt sich unmittelbar darauf aus, was heute als Trikot auftaucht. Die sportlich prägenden Jahre liegen in den 1950er Jahren, die Stücke, die im Retro-Markt kursieren, stammen dagegen fast ausschließlich aus der Zeit nach der Rückkehr in den Profifußball – etwa mit den Ausrüstern Hummel und Umbro.

Die Geschichte des Vereins

Der Klub ging aus der 1910 eingetragenen Société Sportive du Parc Pommery hervor, dem Betriebssportverein der Sektkellerei Pommery & Greno. Die Fußballer traten damals in goldfarbenen Trikots und grünen Hosen an, eine Anspielung auf das Produkt des Unternehmens. Den Namen Stade de Reims trägt der Verein seit 1931.

Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte die große Zeit: sechs Meistertitel zwischen 1949 und 1962, Pokalsiege 1950 und 1958 sowie zwei Endspiele im Europapokal der Landesmeister 1956 und 1959. Spieler wie Raymond Kopa, Just Fontaine, Robert Jonquet, Roger Marche, Jean Vincent, Armand Penverne, Dominique Colonna und Roger Piantoni bildeten das Gerüst der Nationalelf, die 1958 bei der Weltmeisterschaft Dritter wurde. 1991/92 ging der Verein in Konkurs und musste nach der Neugründung in der sechsten Liga beginnen. 2012 kehrte Stade Reims für vier Jahre in die Ligue 1 zurück, von 2018 bis 2025 gehörte er ihr erneut an, seither spielt er in der Ligue 2. Wer ein Trikot datieren will, findet in diesen Einschnitten die verlässlichsten Anhaltspunkte.

Ikonische Trikots

Ein Hinweis, der bei Reims öfter zu Verwechslungen führt: Nicht jedes Stück, auf dem Reims steht, gehört zu Stade de Reims. In derselben Stadt gibt es weitere Vereine, etwa Reims Sainte-Anne, deren Trikots ganz ähnlich beschriftet werden. Prüfe deshalb das Wappen und nicht nur den Ortsnamen. Ansonsten reicht das Feld von Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots über Langarmversionen bis zu Polos, Track Jackets und wattierten Bench Coats. Der Zusatz Match Issue bedeutet, dass ein Trikot für eine Partie vorbereitet wurde; ein Beleg dafür, dass es auf dem Platz war, ist er nicht.

Spieler, die den Verein geprägt haben

Als Flockung begegnen einem Namen wie Taider, Dia oder Roche. Sie werden ohne Akzente gedruckt, und ein Nachname allein identifiziert keinen Spieler. Erst zusammen mit Saison und Rückennummer wird daraus eine Zuordnung – bei einem Heimtrikot aus 2019-20 mit der Nummer 11 etwa muss beides zueinander passen.

So wählst du dein Trikot

Drei Punkte vor dem Kauf:

  • Wappen prüfen. Der Ortsname allein sagt nicht, um welchen Verein es geht.
  • Ausrüster und Saison abgleichen. Hummel und Umbro decken bei Reims verschiedene Zeiträume ab; passt die Marke nicht zur genannten Spielzeit, lohnt eine Nachfrage.
  • Trikot oder Ausrüstung? Polos, Track Jackets und Bench Coats sind Bekleidung neben dem Spielbetrieb und folgen einem eigenen Design.

Bezieht sich ein Modell auf die Meisterjahre der 1950er Jahre, klärst du am besten vorab, ob es sich um ein Stück aus jener Zeit oder um eine spätere Neuauflage handelt. Etikett, Waschsymbole und Material geben darüber mehr Aufschluss als das Motiv, und eine schriftliche Bestätigung des Verkäufers schadet nie.

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