Bei Montpellier lohnt sich vor allem ein genauer Blick auf die Art des Trikots. Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots tauchen Torwarttrikots, Langarmversionen und Trainingsshirts von Nike auf – und auffällig viele Stücke, die als Match Issue gekennzeichnet sind. Wer versteht, was diese Bezeichnung bedeutet und was sie gerade nicht bedeutet, vermeidet die häufigste Enttäuschung beim Kauf.
Die Geschichte des Vereins
Der Verein entstand 1919 unter dem Namen Stade Olympique Montpelliérain. 1969 wurde er aufgelöst, die Neugründung hieß Montpellier-Littoral FC, ab 1974 nach einer Fusion Montpellier La Paillade SC; den heutigen Namen trägt der Klub seit 1989. Louis Nicollin führte den Verein ab 1974 als Präsident und übergab das Amt kurz vor seinem Tod 2017 an seinen Sohn Laurent.
Sportlich lassen sich die Trikotjahrgänge an wenigen Marken festmachen: Pokalsiege 1929 und 1990, der Ligapokal 1992, der Intertoto Cup 1999 und der bislang einzige Meistertitel 2012. In jener Saison 2011/12 setzte sich Montpellier im Zweikampf mit Paris Saint-Germain durch; Olivier Giroud war mit 21 Toren bester Torschütze der Liga. Nach dem Aufstieg 2009 gehörte der Klub der Ligue 1 bis 2025 an, seither spielt er wieder in der Ligue 2. Ein Trikot aus 1999-00 oder 2000-01 stammt also aus einer ganz anderen Phase als eines aus 2012-13.
Ikonische Trikots
Match Issue bedeutet, dass ein Trikot für eine bestimmte Partie vorbereitet und beschriftet wurde. Es ist kein Beleg dafür, dass das Stück auch auf dem Platz war – matchgetragen ist es nur mit entsprechendem Nachweis. Dasselbe gilt für Player Issue. Bei Montpellier tragen solche Trikots häufig Rückennummern ohne Namen oder stammen aus Jugend- und Pokalpartien, etwa ein Youth-Trikot aus 2002-03. Wer ein reguläres Fanmodell sucht, achtet darauf, dass die Ware nicht als Match Issue beschrieben ist. Trainingsshirts wiederum, wie sie für 2012-13 und 2017-18 vorkommen, sind Ausrüstung neben dem Spielbetrieb und folgen einem eigenen Design.
Spieler, die den Verein geprägt haben
Flockungen wie Fournel, Loko, Marveaux, Ouadah, Costa oder Lefevre begegnen einem auf Montpellier-Trikots häufiger. Ein Nachname allein sagt wenig: Die Schreibweise kommt ohne Akzente aus, und mehrere Spieler können denselben Namen tragen. Verlass dich deshalb auf die Kombination aus Saison, Nummer und Schriftbild. Aus dem Klub sind über die Jahre Spieler wie Laurent Blanc, der Rekordtorschütze des Vereins, Eric Cantona, Roger Milla, Carlos Valderrama und Olivier Giroud hervorgegangen; Trikots mit diesen Namen verlangen eine besonders sorgfältige Prüfung der Flockung.
So wählst du dein Trikot
Worauf du achten solltest:
- Saison und Ausrüster. Gleiche die angegebene Spielzeit mit dem Markenzeichen auf der Brust ab, bevor du etwas als Rarität einstufst.
- Art des Trikots. Heim, Auswärts, Ausweich, Torwart oder Training – jede Variante hat ihr eigenes Design, und Torwarttrikots wie das aus 2020-21 folgen ohnehin einer eigenen Linie.
- Beschriftung. Lass dir Nahaufnahmen von Nummer und Namen zeigen. Nachträglich aufgebrachte Flockung ist auf Fotos aus der Distanz kaum zu erkennen.
- Zustand. Angaben wie Excellent oder Mint beziehen sich auf den Gesamteindruck, nicht auf einzelne Schadstellen.
