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Marokko

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Marokko, die Atlas-Löwen, erreichte 1986 als erste afrikanische Mannschaft die K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft und 2022 als erste das Halbfinale.

Die marokkanische Nationalmannschaft wird von der Fédération Royale Marocaine de Football geführt und trägt den Beinamen Atlas-Löwen. Seit 1959 gehört der Verband der afrikanischen Konföderation an, seit 1960 der FIFA und seit 2005 dem nordafrikanischen Verbund. Heimspiele finden im Prince-Moulay-Abdellah-Stadion in Rabat statt, trainiert wird im Mohammed-VI-Komplex in Salé. Marokko hat fünf kontinentale Titel gewonnen und sich siebenmal für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.

Die Geschichte der Nationalmannschaft

Eine marokkanische Auswahl wurde 1928 gebildet und verlor ihr erstes Spiel am 22. Dezember desselben Jahres 1:2 gegen die B-Auswahl Frankreichs. Zusammengestellt aus den besten Spielern der damaligen marokkanischen Liga, bestritt sie zunächst vor allem Freundschaftsspiele gegen Algerien und Tunesien. Am 7. Oktober 1954 trat im Pariser Prinzenpark eine Maghreb-Auswahl aus Marokkanern, Algeriern und Tunesiern an, um nach dem Erdbeben von Orléansville Geld für die Hinterbliebenen zu sammeln; angeführt von Larbi Benbarek gewann sie 3:2 gegen Frankreich. 1955 wurde der Königlich Marokkanische Fußballverband gegründet, am Ende des französischen Protektorats, das seit 1912 bestanden hatte. Als unabhängiges Land debütierte Marokko am 19. Oktober 1957 bei den Arabischen Spielen im Libanon mit einem 3:3 gegen den Irak. Es folgten der erste Sieg, 5:1 gegen Libyen, und ein 3:1 gegen Tunesien; nach einem 1:1 gegen Syrien entschied das Los gegen Marokko, am Ende blieb der vierte Platz.

1959 nahm Marokko erstmals an einer internationalen Ausscheidung teil, der Olympiaqualifikation, und scheiterte in der Gruppe mit Tunesien und Malta an der Tordifferenz. In der WM-Qualifikation 1960 setzte sich die Mannschaft nach zwei 2:1-Ergebnissen gegen Tunesien in einem in Palermo ausgetragenen Entscheidungsspiel per Münzwurf durch, schlug Ghana mit 1:0 insgesamt und unterlag dann Spanien mit 2:4. Im Jahr darauf gewann Marokko als Gastgeber das Fußballturnier der Panarabischen Spiele mit fünf Siegen aus fünf Spielen, darunter ein 13:1 gegen Saudi-Arabien, der höchste Sieg der Verbandsgeschichte, sowie die ersten Erfolge gegen eine europäische Mannschaft mit 2:1 und 2:0 gegen die DDR. Später kamen die großen Ergebnisse: der Afrika-Cup 1976 und 2025, die Afrikanische Nationenmeisterschaft 2018, 2020 und 2024. 1986 gewann Marokko als erste afrikanische Mannschaft eine WM-Gruppe und zog in die K.-o.-Runde ein, 2022 stand es als erste afrikanische und erste arabische Mannschaft im WM-Halbfinale. Zwischen 2023 und 2026 stellte das Team zwei Weltrekorde auf: 19 Siege in Folge und 43 Spiele ohne Niederlage.

Ikonische Nationaltrikots

Marokkanische Stücke tragen in den Artikeltiteln fast durchgehend denselben Herstellernamen, Puma, weshalb das Logo hier anders als bei Nationen mit vielen Ausrüsterwechseln kaum beim Datieren hilft. Wer ein Stück zeitlich einordnen will, arbeitet deshalb besser über Verbandswappen, Schnitt und Waschetikett. Die Saisonangaben liegen bei 2006-07 und 2008-09 sowie im Bereich 2022-23 bis 2026-27. Neben Heim- und Auswärtstrikots kommen Torwarttrikots und Spielhosen vor. Aufpassen sollte man bei Zusätzen im Titel: „Pre-Match“ bezeichnet ein Aufwärmoberteil und kein Spieltrikot, „Women’s“ beziehungsweise „Unisex Fit“ weist auf einen anderen Schnitt hin, und Sonderausgaben aus Kooperationen sind eigene Modelle, die es so nie auf dem Platz gab.

Große Namen der Nationalmannschaft

Aus der Frühzeit ist Larbi Benbarek überliefert, der die siegreiche Maghreb-Auswahl von 1954 anführte. Auf der Trainerbank standen unter anderem Henri Michel, Ezzaki Badou, Hervé Renard, Vahid Halilhodžić und Walid Regragui, seit 2026 verantwortet Mohamed Ouahbi die Mannschaft. Bei den Flocknamen zeigt Marokko ein Problem, das viele Käufer unterschätzt: In Artikeltiteln steht etwa „Brahim #10“ – ein Vorname, kein Nachname. Der aufgedruckte Name auf einem Trikot muss nicht dem Nachnamen entsprechen, unter dem ein Spieler geführt wird. Die Rückennummer ist deshalb das verlässlichere zweite Merkmal.

So wählst du dein Trikot

Wenn ein marokkanisches Trikot auftaucht, lohnen vier Fragen. Erstens: Handelt es sich um ein Spieltrikot oder um Ausrüstung drumherum? Pre-Match-Shirts, Jacken und Trainingsteile werden in denselben Listen geführt, sind aber etwas anderes. Zweitens: Passt der Schnitt zum angegebenen Zeitraum? Zwischen den Jahrgängen der späten 2000er und denen der 2020er Jahre liegt eine große Lücke, und ein Design, das nach 2022 aussieht, gehört nicht zu einem Jahrgang von 2006-07. Drittens: Ist von „Player Issue“ oder „Match Issue“ die Rede? Beides bezeichnet eine für Spieler oder Kader gefertigte Ausführung und belegt keinen Einsatz in einem Spiel; nur eine klare Zuordnung zu Gegner und Datum tut das. Und viertens Original gegen Neuauflage: Bei den beiden älteren Jahrgängen sollte das Verbandswappen der Zeit entsprechen, denn Reproduktionen älterer Designs sind im Retro-Markt verbreitet.

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