Die norwegische Nationalmannschaft wird vom norwegischen Fußballverband geführt und trägt ihre Heimspiele im Ullevaal Stadion in Oslo mit 28.000 Plätzen aus. Vier Weltmeisterschaften stehen zu Buche, 1938, 1994, 1998 und 2026, dazu eine Europameisterschaft im Jahr 2000. Zwischen 2001 und 2025 verpasste Norwegen zwölf große Turniere in Folge – eine Lücke, die sich auch in den Jahrgängen der Trikots abbildet, die heute gesammelt werden.
Die Geschichte der Nationalmannschaft
Der erste internationale Erfolg war der dritte Platz beim olympischen Fußballturnier 1936, bei dem Norwegen zuvor Gastgeber Deutschland geschlagen hatte. 1938 folgte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, wo die Mannschaft dem späteren Weltmeister Italien nach Verlängerung 1:2 unterlag. Danach blieb sie über Jahrzehnte ohne Endrundenteilnahme, sorgte aber für einzelne Ergebnisse, die bis heute erinnert werden: ein 3:0 gegen Jugoslawien 1965, ein 1:0 auswärts in Frankreich 1968 und ein 2:1 gegen England 1981, das den Radiokommentator Bjørge Lillelien zu seiner bekannten Tirade veranlasste.
Die erfolgreichste Phase lag zwischen 1990 und 1998 unter Egil „Drillo“ Olsen, zeitweise stand Norwegen auf Platz zwei der Weltrangliste. Olsen begann seine Amtszeit am 31. Oktober 1990 mit einem 6:1 gegen Kamerun. In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1994 gewann Norwegen seine Gruppe vor den Niederlanden und England und schlug beide. Bei der Endrunde in den Vereinigten Staaten folgten ein Sieg gegen Mexiko, eine Niederlage gegen Italien und ein Unentschieden gegen die Republik Irland; alle vier Gruppenmannschaften hatten am Ende vier Punkte und dieselbe Tordifferenz, Norwegen schied aus. 1998 in Frankreich reichte es nach Unentschieden gegen Marokko und Schottland und einem 2:1 gegen Brasilien zum Achtelfinale, in dem erneut Italien gewann. Unter Nils Johan Semb folgte die bislang letzte Europameisterschaft im Jahr 2000. Åge Hareide kam später nah an die WM 2006 und die EM 2008 heran, ohne sich zu qualifizieren. Seit Dezember 2020 ist Ståle Solbakken Trainer, seit März 2021 ist Martin Ødegaard Kapitän. Am 16. November 2025 sicherte sich Norwegen nach 28 Jahren wieder ein WM-Ticket und erreichte 2026 erstmals das Viertelfinale.
Ikonische Nationaltrikots
Bei norwegischen Trikots kommen in den Artikeltiteln Nike und adidas als Hersteller vor. Die Saisonangaben reichen von 1994-95 bis 2026-27 und liegen damit fast vollständig in den Jahren nach der Endrunde von 1994. Neben Heim- und Auswärtstrikots finden sich Trainingsshirts, Langarmversionen, Poloshirts sowie Ausführungen, die als „Match Issue“ oder „Player Issue“ beschrieben sind. Wichtig für die Einordnung: Stücke mit der Angabe 2026-27 sind aktuelle Ausstattung und keine Retro-Ware, auch wenn sie in denselben Listen erscheinen wie Trikots aus den 1990er Jahren. Wer gezielt nach der Phase unter Olsen sucht, orientiert sich an den Saisonangaben zwischen 1994-95 und 1998-00.
Große Namen der Nationalmannschaft
Aus der Verbandsgeschichte belegt sind Egil „Drillo“ Olsen als prägender Trainer der 1990er Jahre und als Rückkehrer auf die Bank, Nils Johan Semb, Åge Hareide und Per-Mathias Høgmo als seine Nachfolger sowie Ståle Solbakken, der selbst Nationalspieler war. Martin Ødegaard führt die Mannschaft seit 2021 als Kapitän. Auf Trikots erscheinen Flocknamen wie Solskjaer und Daehli. Beide zeigen ein Problem, das norwegische Namen besonders betrifft: Die Beflockung und die Artikelbeschreibungen geben Sonderzeichen wie ø und æ als oe beziehungsweise ae wieder oder lassen sie ganz weg. Wer nach einem bestimmten Namen sucht, muss deshalb beide Schreibweisen ausprobieren – und ein Nachname allein identifiziert ohnehin keinen Spieler.
So wählst du dein Trikot
Vier Punkte helfen bei der Einordnung. Erstens die Bezeichnung: „Match Issue“ und „Player Issue“ beschreiben Ausführungen, die für Spieler oder Kader gefertigt wurden. Ein Beleg dafür, dass ein Stück in einem Spiel getragen wurde, ist das nicht; dafür braucht es eine Zuordnung zu Gegner und Datum. Ein Titel wie „2016-17 Norway Match Issue Home Shirt Daehli #20“ nennt Spieler und Nummer, aber kein Spiel. Zweitens der Zeitraum: Zwischen den Jahrgängen der 1990er Jahre und der aktuellen Ausstattung liegen die Jahre ohne Turnierteilnahme; für Trikots aus dieser Zeit gibt es keine Turnierabzeichen als Datierungshilfe. Drittens die Artikelart: Poloshirts und Trainingsteile gehören zur Kollektion einer Saison, sind aber keine Spieltrikots. Und viertens Original gegen Neuauflage: Herstellerlogo, Waschetikett und Verbandswappen sollten zur angegebenen Saison passen, sonst liegt eine spätere Reproduktion vor.
