Der Sportklub Sturm Graz ist ein Fußballverein aus der steirischen Landeshauptstadt Graz und spielt in der Bundesliga. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß, Heimstätte ist seit 1997 die Merkur Arena im Bezirk Liebenau mit 15.400 Plätzen.
Sturm gehört zu den österreichischen Klubs mit vergleichsweise breitem Gebrauchtmarkt: Trikots aus vier Jahrzehnten sind im Umlauf, vom Beginn der 1990er Jahre bis in die Gegenwart. Umso nützlicher sind ein paar feste Merkmale, mit denen sich eine Saison eingrenzen lässt.
Die Geschichte des Vereins
Gegründet wurde der Klub am 1. Mai 1909 im Gasthaus Schafzahl als Grazer Fußballclub Sturm; die statutenmäßige Gründung folgte am 31. März 1912 im Hotel Goldene Birn. Seit den 1950er Jahren trägt der Verein den Namen SK Sturm Graz. Im Heimatbezirk Jakomini liegen mit der Gruabn und dem Augarten zwei für die Vereinsgeschichte wichtige Spielstätten. 1949 trat Sturm als erstes Team außerhalb Wiens in die österreichische Nationalliga ein.
Der erste große Erfolg kam unter Otto Barić mit dem zweiten Platz in der Saison 1980/81; 1983/84 erreichte der Klub das Viertelfinale im UEFA-Cup. Ab 1994 formte Ivica Osim die Mannschaft, die 1998 und 1999 Meister wurde – 1998 mit 81 Punkten und 19 Zählern Vorsprung auf Rapid Wien, 1999 mit dem Triple aus Meisterschaft, Cup und Supercup. Weitere Meistertitel folgten 2011, 2024 und 2025. International bekannt wurde Sturm vor allem durch die Champions-League-Saisonen 1998/99, 1999/2000 und 2000/01, in der der Gruppensieg in Gruppe D mit 10 Punkten vor Galatasaray Istanbul, Glasgow Rangers und AS Monaco gelang.
Ikonische Trikots
Das schnellste Datierungsmerkmal bei Sturm ist der Brustsponsor. Die Grazer Brauerei Puntigam ist seit 1996 Hauptsponsor des Klubs, der offiziell als Sportklub Puntigamer Sturm Graz geführt wird. Wer weiß, ob und in welcher Form dieser Schriftzug auf der Brust steht, hat eine Zeitspanne bereits grob eingegrenzt.
Als zweites Merkmal dient der Ausrüster. Bei Sturm-Trikots begegnen dir Lotto, Puma und Nike. Das Logo sitzt meist auf Brust und Ärmeln und grenzt eine Epoche zuverlässiger ein als das Streifenbild. Schwarz und Weiß begleiten den Verein dagegen durchgehend; die Farbe allein sagt über das Alter eines Trikots nichts aus. Die Merkur Arena wird seit 1997 genutzt und mit dem Grazer AK geteilt, dem größten Rivalen des Klubs.
Spieler, die den Verein geprägt haben
Die Mannschaft der Meisterjahre wurde vom sogenannten magischen Dreieck aus Mario Haas, Hannes Reinmayr und Ivica Vastić getragen. Auf dem Gebrauchtmarkt begegnen dir Beflockungen wie Szabics, Sidorczuk, Djuricin, Popovic oder Siebenhandl, etwa ein Torwarttrikot der Saison 1998/99 mit dem Namen Sidorczuk und der Nummer 1.
Auch hier gilt: Produkttitel schreiben Nachnamen ohne Umlaut, und ein Nachname allein identifiziert keinen Spieler. Prüfe Name, Nummer und Saison gemeinsam und gleiche sie mit Bildmaterial aus der angegebenen Spielzeit ab, bevor du einen Aufpreis für die Beflockung zahlst.
So wählst du dein Trikot
Sortiere zuerst die Art des Stücks. Unter Sturm Graz laufen neben Heim-, Auswärts- und Drittausführungen auch Torwarttrikots, langärmelige Varianten, Trainingsshirts, Trainingsjacken, Poloshirts, Hosen und T-Shirts. Torwarttrikots folgen eigenen Farbregeln und lassen sich nicht über Schwarz-Weiß datieren, sondern über Ausrüster, Sponsor und Schnitt.
Die Bezeichnung Match Issue bedeutet, dass ein Trikot in der Ausführung für die Mannschaft gefertigt wurde. Sie ist kein Beleg dafür, dass es in einem Spiel getragen wurde; dasselbe gilt für Player Issue. Wer matchgetragene Stücke sucht, braucht Spielfotos oder eine nachvollziehbare Herkunft, sonst zahlt er für eine Behauptung.
Zustandsstufen wie Mint, Excellent, Very Good oder Good sind Einschätzungen des Verkäufers und keine Norm. Verlange Einzelfotos von Achseln, Kragen, Sponsordruck und Flockrändern. Das gilt besonders für die frühen Spielzeiten ab 1991/92, bei denen ausgewaschene Farben, gedehnte Bündchen und brüchige Flockschrift verbreitet sind. Und ein späterer Nachdruck ist kein Trikot aus der genannten Saison, auch wenn Wappen und Design stimmen.
