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England – Seite 88

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Weißes Heimtrikot, dunkelblaue Hose, drei Löwen – und seit 2003 ein Stern über dem Wappen. Dieser Stern trennt englische Trikots zuverlässig in zwei Epochen.

England ist der größte und unübersichtlichste Sammelbereich unter den Nationalmannschaften. Umso wichtiger sind harte Unterscheidungsmerkmale: das Wappen mit seinen Veränderungen, der Stern über dem Wappen, der Ausrüster und die Frage, ob ein Stück überhaupt von der A-Nationalmannschaft stammt. Der folgende Überblick ordnet die belegten Details und zeigt, wie sich damit ein Angebot prüfen lässt.

Die Geschichte der Nationalmannschaft

England und Schottland sind gemeinsam die ältesten Nationalmannschaften. Am 5. März 1870 organisierte der englische Verband ein Repräsentativspiel, und am 30. November 1872 folgte in Hamilton Crescent die Partie, die als erstes offizielles Länderspiel gilt, weil beide Auswahlen unabhängig voneinander zusammengestellt wurden. Vier Jahrzehnte lang spielte England ausschließlich gegen die anderen Home Nations in der British Home Championship.

1906 trat der Verband der FIFA bei, 1908 folgte die erste Reise zu Gegnern außerhalb der Home Nations. Das 1923 eröffnete Wembley-Stadion wurde zur Heimstätte; heute fasst es rund 90.000 Zuschauer. 1928 verließ England die FIFA und kehrte erst 1946 zurück, weshalb die erste WM-Teilnahme bis 1950 auf sich warten ließ – und mit einer 0:1-Niederlage gegen die Vereinigten Staaten begann. Am 21. September 1949 verlor England im Goodison Park 0:2 gegen Irland und damit erstmals daheim gegen eine ausländische Auswahl; 1953 folgte ein 3:6 gegen Ungarn in Wembley und im Rückspiel in Budapest ein 1:7, bis heute die höchste Niederlage.

Walter Winterbottom wurde 1946 erster hauptamtlicher Trainer, doch die Mannschaft wurde bis 1963 von einem Komitee aufgestellt, ehe Alf Ramsey übernahm. Er führte England 1966 im eigenen Land zum WM-Titel: 4:2 nach Verlängerung gegen Westdeutschland, mit drei Toren von Geoff Hurst. 1968 stand das Team erstmals im EM-Halbfinale, 1970 schied es im WM-Viertelfinale gegen Westdeutschland aus: Nach einer 2:0-Führung hieß es nach Verlängerung 2:3. Es folgten die verpasste EM 1972 und WM 1974. Bei Weltmeisterschaften wurde England 2026 Dritter sowie 1990 und 2018 Vierter; bei Europameisterschaften stehen die zweiten Plätze 2020 und 2024 zu Buche.

Ikonische Nationaltrikots

Die traditionellen Heimfarben sind ein weißes Trikot mit dunkelblauer Hose und weißen oder schwarzen Stutzen; zeitweise lief England komplett in Weiß auf. Die ersten Auswärtssets waren blau, die klassische Auswärtskombination besteht jedoch aus rotem Trikot, weißer Hose und roten Stutzen.

Das Wappen zeigt die drei schreitenden Löwen, das Zeichen von König Richard I. Schon 1872 trugen die Spieler weiße Hemden mit diesem Wappen. Die Löwen sind häufig blau ausgeführt und wurden in Farbe und Form mehrfach leicht verändert. Ursprünglich saß eine Krone darüber; sie entfiel 1949, als der Verband ein offizielles Wappen erhielt, in das zehn Tudorrosen für die Regionalverbände aufgenommen wurden. Seit 2003 steht ein Stern über dem Wappen, der an den Titel von 1966 erinnert. Er wurde zunächst auf den linken Ärmel des Heimtrikots gestickt und ein Jahr später an seine heutige Position versetzt, zuerst auf dem Auswärtstrikot. Wer diese Abfolge kennt, kann eine angegebene Saison sofort gegenprüfen.

Große Namen der Nationalmannschaft

Häufige Flocknamen sind Beckham, Rooney, Gerrard, Lampard, Shearer, Owen, Terry, Kane, Brady, Jones und Southgate. Gerade bei England gilt: Ein Nachname allein identifiziert niemanden, weil verbreitete Namen mehrfach vorkommen und Produktdaten Vornamen weglassen oder abkürzen. Ein weiterer Stolperstein sind lose Beflockungssätze, die ohne Trikot angeboten werden – ein solcher Namensatz ist kein Trikot und sagt nichts über ein Stück aus, auf dem er später landet. Prüfen Sie Name, Nummer, Schriftart und Spielzeit immer gemeinsam.

So wählst du dein Trikot

Vier Fragen klären die meisten englischen Angebote:

  • Stern vorhanden? Kein Stern über dem Wappen spricht für die Zeit vor 2003, ein Stern für die Jahre danach; die anfängliche Platzierung auf dem Ärmel grenzt zusätzlich ein.
  • A-Team oder Nachwuchs? Viele Stücke stammen von U-21- oder U-23-Auswahlen. Das steht im Titel, wird aber leicht überlesen und verändert die Einordnung vollständig.
  • Welche Ausführung? Player Issue und Match Issue bezeichnen für Spieler gefertigte Versionen und belegen keine Spielverwendung. Nur Match Worn behauptet, dass ein Trikot im Spiel getragen wurde – dort entscheiden Gegner, Datum und Dokumentation, die im Idealfall gemeinsam genannt werden.
  • Ausrüster: Bei englischen Trikots begegnen Umbro, Nike, Reebok und adidas. Das Logo grenzt zusammen mit Wappenform und Schnitt die Jahre ein.

Zustandsangaben reichen von „Brand New – With Tags“ bis „Fair“, oft ergänzt um Zehnerwertungen. Bei weißen Trikots sind Vergilbung am Kragen, Schweißränder und Risse an den Achselnähten die typischen Schwachstellen; bei roten Auswärtstrikots fällt vor allem ungleichmäßiges Ausbleichen auf.

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