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Marseille – Seite 21

Olympique Marseille ist der einzige französische Klub neben Paris Saint-Germain, der die Champions League gewonnen hat. Entsprechend viele Trikots aus vier Jahrzehnten sind im Umlauf.

Olympique de Marseille, kurz OM, wurde 1899 von René Dufaure de Montmirail gegründet; Fußball wurde im Verein allerdings erst ab 1902 gespielt. Das Vereinsmotto Droit au but, direkt zum Tor, steht bis heute im Wappen. Für Trikotkäufer ist Marseille ein Sonderfall, weil die Klubgeschichte mehrere sehr klar abgegrenzte Einschnitte enthält, an denen sich ein Stück gut festmachen lässt.

Die Geschichte des Vereins

Der erste große Titel war der Pokalsieg 1924 gegen den FC Sète, mit dem OM als erster Verein außerhalb von Paris den Coupe de France gewann; 1926 und 1927 folgten die nächsten beiden. 1929 wurde Marseille erstmals französischer Meister, damals noch vor Gründung der Profiliga. 1932 gehörte der Klub zu den zwanzig Gründungsmitgliedern der Division 1, 1937 kam der erste offizielle Meistertitel, 1938 und 1939 zwei Vizemeisterschaften. Von 1904 bis 1937 spielte OM im Stade de l’Huveaune, seit dem 13. Juni 1937 im Stade Vélodrome.

Der wichtigste Einschnitt für Sammler liegt in den frühen 1990er-Jahren. 1991 stand Marseille im Endspiel des Europapokals der Landesmeister, 1993 gewann der Klub als erste französische Mannschaft die Champions League. Im selben Jahr wurde ihm wegen einer Bestechungsaffäre ein nationaler Meistertitel aberkannt, und zur Saison 1994/95 musste OM in die zweite Liga. Seit 1996 spielt der Verein durchgehend in der Ligue 1. Insgesamt stehen neun Meistertitel, zehn Pokalsiege, drei Ligapokalsiege und drei Trophée des Champions zu Buche, dazu der Intertoto Cup 2005 sowie Endspielteilnahmen im UEFA-Pokal und in der Europa League 1999, 2004 und 2018. Der Gegner im Classique ist Paris Saint-Germain.

Ikonische Trikots

Weil OM über einen so langen Zeitraum dokumentiert ist, reicht das Design allein selten zum Datieren. Der zuverlässigste Einstieg ist die Saisonangabe im Titel, danach folgt der Ausrüster: In den Beständen tauchen adidas und Puma auf, und ein Herstellerlogo grenzt eine Zeitspanne oft enger ein als Schnitt oder Farbverteilung. Als drittes Merkmal dient der Sponsoraufdruck, der häufiger wechselt als das Grunddesign.

Doppelangaben über zwei Spielzeiten, etwa 1990-92 oder 2004-06, weisen darauf hin, dass ein Satz länger getragen wurde. Solche Stücke lassen sich nicht auf ein einzelnes Jahr festlegen. Unterscheiden Sie außerdem sauber zwischen Spieltrikots und allem anderen: Trainingsshirts, Torwarttrikots (GK), Drill Tops, Track Jackets, Bench Coats, Regenjacken, Polos, Tees und Shorts folgen eigenen Farblinien, ebenso Pre-Match-Oberteile. In einzelnen Spielzeiten kam zusätzlich ein viertes Trikot zum Einsatz.

Spieler, die den Verein geprägt haben

Beflockte Trikots sind bei Marseille besonders häufig, und gerade sie werden am ehesten nachträglich bedruckt. Produkttitel geben nur Nachnamen und Rückennummer aus, ohne Vornamen und ohne Umlaut, weshalb ein Name allein keinen Spieler eindeutig identifiziert. Prüfen Sie, ob Name und Nummer zur angegebenen Saison passen, ob die Schriftart dem damaligen Ligasatz entspricht und wie sauber die Kanten des Flocks sind. Ein original ausgestattetes Stück ist deutlich anders zu bewerten als ein später beflocktes.

So wählst du dein Trikot

Player Issue und Match Issue bedeuten lediglich, dass ein Trikot für den Kader gefertigt wurde, etwa im engeren Spielerschnitt oder mit aufgebrachter Nummer. Sie sind kein Beleg dafür, dass es in einem Spiel getragen wurde. Für echtes Matchgetragenes braucht es eine nachvollziehbare Zuordnung zu Spieler und Partie, nicht nur die Bezeichnung im Titel.

Zustände werden über eine Zehnerskala und Stufen wie Fair, Good, Very Good, Excellent, Mint oder Brand New – With Tags beschrieben; bewertet werden Material, Druck und Passform. Bei älteren Originalen aus den 1970er- und 1990er-Jahren achten Sie auf zeittypische Pflegeetiketten, ein Größenlabel im damaligen Format und ein passendes Gewebe. Neuauflagen kommen dem Vorbild optisch sehr nahe und lassen sich fast nur über diese Innendetails von einem Original unterscheiden.

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