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Italien – Seite 64

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Italien spielt seit 1910 international und ist als Azzurri nach dem Savoyer Blau benannt. Die vielen Ausrüsterwechsel machen das Datieren italienischer Trikots vergleichsweise einfach.

Die italienische Nationalmannschaft wird von der Federazione Italiana Giuoco Calcio geführt, einem Gründungsmitglied der UEFA. Heimspiele finden in wechselnden Stadien im ganzen Land statt, das technische Zentrum liegt mit dem Centro Tecnico Federale di Coverciano in Florenz. Genannt wird die Mannschaft nach dem Savoyer Blau gli Azzurri, die Blauen. Für Sammler ist Italien deshalb interessant, weil die Auswahl über die Jahrzehnte von ungewöhnlich vielen verschiedenen Herstellern ausgestattet wurde.

Die Geschichte der Nationalmannschaft

Ein früher Versuch einer italienischen Auswahl fand am 30. April 1899 statt, als eine Auswahl in Turin 0:2 gegen eine Schweizer Elf verlor. Das erste offizielle Länderspiel folgte am 15. Mai 1910 in Mailand: 6:2 gegen Frankreich, das erste Tor erzielte Pietro Lana, erster Kapitän war Calì. Der erste Turniererfolg war Bronze bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam, nach der Halbfinalniederlage gegen Uruguay sicherte ein 11:3 gegen Ägypten den dritten Platz. In den Central European International Cups 1927-30 und 1933-35 belegte Italien jeweils den ersten Platz. 1936 folgte Olympiagold nach einem 2:1 nach Verlängerung gegen Österreich am 15. August.

Nach dem Verzicht auf die erste Weltmeisterschaft 1930 gewann Italien unter Vittorio Pozzo und mit Giuseppe Meazza zwei Titel hintereinander. 1934 im eigenen Land begann das Turnier mit einem 7:1 gegen die Vereinigten Staaten in Rom und endete mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen die Tschechoslowakei im Finale, die Tore erzielten Raimundo Orsi und Angelo Schiavio. 1938 kam ein 4:2 gegen Ungarn hinzu, mit je zwei Treffern von Gino Colaussi und Silvio Piola. 1949 kam ein Flugzeugunglück dazwischen, bei dem zehn der elf Spieler der damaligen Stammformation ums Leben kamen; geschwächt schied Italien 1950 in der Vorrunde aus und reiste aus Sorge vor einem weiteren Unglück mit dem Schiff an. 1954 und 1962 blieb es erneut bei der ersten Runde, für 1958 verpasste Italien nach einer 1:2-Niederlage gegen Nordirland die Qualifikation. Später kamen die Titel 1982 und 2006 hinzu, dazu Endspielteilnahmen 1970 und 1994. Bei Europameisterschaften gewann Italien 1968 und 2020 und stand 2000 und 2012 im Finale. Die Weltrangliste führte die Mannschaft 1993 und 2007 an, zwischen 2018 und 2021 blieb sie 37 Pflichtspiele in Folge ungeschlagen. Die Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 verpasste Italien dagegen.

Ikonische Nationaltrikots

Beim Datieren italienischer Trikots ist der Ausrüster der beste Anhaltspunkt, denn kaum eine andere Nation hat so oft gewechselt: Diadora, Puma, adidas, Kappa, Nike, Le Coq Sportif, Errea, Uhlsport und Asics kommen alle vor. Wer eine Saisonangabe im Kopf hat, sollte sie deshalb immer gegen das Herstellerlogo prüfen – passt beides nicht zusammen, stimmt die Datierung nicht. Die Saisonangaben reichen von 1980 bis in die 2020er Jahre. Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots finden sich Torwarttrikots, Langarmversionen, Trainingsshirts, Drill Tops, Trainingsjacken, Regenjacken, Bankmäntel, Poloshirts, Spielhosen und Baumwoll-Tees. Auch Kindergrößen und Damenschnitte werden in den Titeln ausgewiesen, etwa bei Trikots der Saison 2022-23.

Große Namen der Nationalmannschaft

Aus der Frühzeit sind Pietro Lana als erster Torschütze und Giuseppe Meazza als prägende Figur der Titel von 1934 und 1938 überliefert, dazu die Finaltorschützen Raimundo Orsi, Angelo Schiavio, Gino Colaussi und Silvio Piola. Auf Trikots der jüngeren Jahrgänge tauchen Flocknamen wie Barella, Chiesa, Totti, Tonali, Immobile, Jorginho, Calafiori und Bonucci auf. Diese Namen stehen ohne Vornamen auf dem Rücken, weshalb ein Flock allein einen Spieler nicht eindeutig identifiziert. „Rossi“ etwa ist ein sehr häufiger italienischer Name, und „Piero“ stammt in Artikeltiteln wie „Euro ’96 Italy Home Del Piero #14 Bucket Hat“ aus einem zweiteiligen Nachnamen.

So wählst du dein Trikot

Italienische Angebote zeigen den Unterschied zwischen den Kategorien besonders deutlich. „1992 Italy Match Worn U-21 European Championship Home Shirt #8 (Marcolin) v Sweden“ nennt Spieler, Wettbewerb und Gegner – so sieht eine belegte Zuordnung aus. „1992-93 Italy Match Issue Home Shirt #8 (Di Biagio)“ dagegen beschreibt ein für den Kader gefertigtes Stück, kein getragenes. Dasselbe gilt für „Player Issue“: Solche Trikots unterscheiden sich in Stoff, Schnitt und Beflockung von der Verkaufsversion, sind aber kein Nachweis eines Einsatzes. Achten Sie außerdem darauf, ob ein Artikel zur A-Nationalmannschaft gehört oder zu einer Nachwuchsauswahl, und prüfen Sie bei sehr alten Jahrgängen, ob es sich um ein Original der Saison oder um eine spätere Neuauflage handelt. Bei Neuauflagen stimmen Waschetikett und Herstellerlogo meist nicht mit dem angegebenen Zeitraum überein.

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