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Schottland – Seite 9

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Schottland bestritt 1872 gegen England das erste offizielle Länderspiel der Fußballgeschichte. Wer ein Retro-Trikot der Tartan Army einordnen will, achtet auf Ausrüster, Saison und die Art des Teils.

Die schottische Nationalmannschaft wird von der Scottish Football Association geführt und trägt die meisten Heimspiele im Hampden Park aus. Sie hat sich neunmal für die Weltmeisterschaft und viermal für die Europameisterschaft qualifiziert, kam bei einer Endrunde aber nie über die erste Runde hinaus. Für Sammler ist gerade das interessant: Die Trikots werden nicht über Titel definiert, sondern über einzelne Spiele, über Ausrüsterwechsel und über die lange Reihe der Begegnungen mit England.

Die Geschichte der Nationalmannschaft

Schottland und England sind die ältesten Nationalmannschaften der Welt. Am 30. November 1872 trafen beide in Hamilton Crescent in Partick zum ersten offiziellen Länderspiel überhaupt aufeinander; die Partie endete torlos, und alle elf Schotten spielten für den Glasgower Amateurklub Queen’s Park. Vierzig Jahre lang spielte Schottland ausschließlich gegen die anderen Home Nations. Ab 1883 wurde daraus mit der British Home Championship ein Wettbewerb, den Schottland 24-mal allein und 17-mal geteilt gewann. Die erste Niederlage gegen eine andere Mannschaft als England kam erst 1903, ein 0:2 gegen Irland. 1928 gewann das Team 5:1 in Wembley, was der Elf den Namen „Wembley Wizards“ eintrug, und 1929 folgte mit einem 7:3 in Bergen gegen Norwegen das erste Spiel außerhalb der Britischen Inseln.

An den drei Weltmeisterschaften der 1930er Jahre nahm Schottland wie die übrigen Home Nations nicht teil, weil die vier Verbände im Streit über den Status der Amateurspieler ausgeschlossen waren; nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten sie zurück, 1947 mit einem Versöhnungsspiel im Hampden Park. Später kamen die Ergebnisse, an die man sich erinnert: 1967 ein 3:2 in Wembley gegen den Weltmeister von 1966, 1978 der viel zitierte Treffer von Archie Gemmill beim 3:2 gegen die Niederlande, und in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 zwei 1:0-Siege gegen Frankreich. Gegen England wurde von 1872 bis 1989 jährlich gespielt; seither kam es nur noch zu neun Begegnungen, zuletzt einem Freundschaftsspiel im September 2023.

Ikonische Nationaltrikots

Im Handel tauchen schottische Teile aus den 1970er bis 2020er Jahren auf, und schon der Ausrüster grenzt die Zeit ein: Im Produktfeed stehen adidas, Umbro und Diadora nebeneinander. Ein zweiter Anhaltspunkt ist die Art des Teils. Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots laufen Torwarttrikots, Langarmversionen, Trainingsshirts, Drill Tops, Track Jackets, Bench Coats, Regenjacken, Polos, Shorts und Stutzen unter demselben Ländernamen. Wichtig ist die Unterscheidung der Etiketten: Player Issue und Match Issue bezeichnen Ausführungen, die für Spieler beziehungsweise für ein Spiel vorbereitet wurden. Getragen sein müssen sie deshalb nicht. Nur ein als Match Worn geführtes und belegtes Stück ist tatsächlich im Spiel gewesen, und dafür sollte eine nachvollziehbare Herkunft vorliegen.

Große Namen der Nationalmannschaft

Kenny Dalglish hält mit 102 Einsätzen zwischen 1971 und 1986 den Rekord für die meisten Länderspiele; seine 30 Tore bedeuten gemeinsam mit Denis Law die Bestmarke. Die Scottish Football Association führt eine Ehrenliste aller Spieler mit mehr als 50 Einsätzen. Aus den Turnieren ist vor allem Archie Gemmill mit seinem Tor von 1978 geblieben. Auf den Trikots selbst finden sich andere Namen: Im Produktfeed stehen Beflockungen wie McCoist, McAllister, Collins, Robertson, Fletcher, Naismith, Naysmith, McGregor, McBurnie und Dykes. Ein Nachname allein sagt wenig – erst zusammen mit Saison, Rückennummer und Schrifttype lässt sich ein Trikot einordnen, und Beflockungen wurden und werden auch nachträglich aufgebracht.

So wählst du dein Trikot

Beim Datieren hilft die Kombination aus drei Dingen: Ausrüsterlogo, Schnitt und die Saisonangabe des Verkäufers. Prüfe, ob Waschzettel und Größenetikett zur angegebenen Saison passen und ob das Verbandswappen gestickt oder gedruckt ist – Neuauflagen weichen hier oft ab. Zustandsstufen wie Mint, Excellent, Very Good, Good oder Fair und Bewertungen in Zehnteln sind Einschätzungen des Händlers, keine Norm; frage im Zweifel nach Detailfotos von Kragen, Nähten und Beflockung. Teile mit dem Zusatz Brand New – With Tags tragen noch das Originaletikett, was bei älteren Jahrgängen selten vorkommt. Und nicht jedes Stück mit Schottland-Bezug ist ein Spieltrikot: Trainings- und Präsentationskleidung, Polos und Kopfbedeckungen laufen unter derselben Bezeichnung, unterscheiden sich in Material und Schnitt aber deutlich.

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