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Lens – Seite 3

Rot und Gelb, Blut und Gold: RC Lens trägt seine Farben seit 1924. Davor spielte der Klub in ganz anderen Tönen, was beim Datieren alter Trikots hilft.

Der Racing Club de Lens kommt aus der nordfranzösischen Bergbaustadt Lens im Département Pas-de-Calais. Die Vereinsfarben sind Rot und Gelb, von Anhängern und Presse als Sang et Or, Blut und Gold, bezeichnet. Gespielt wird im Stade Félix-Bollaert, heute Stade Bollaert-Delelis. Wer ein Trikot von Lens beurteilen will, hat es leichter als bei vielen anderen Klubs: Die Farbgeschichte ist gut dokumentiert und die sportlichen Abschnitte lassen sich sauber trennen.

Die Geschichte des Vereins

Der Ursprung geht auf 1905 zurück, als Studenten in Lens auf dem Place Verte zu spielen begannen; ein Jahr später wurde der Klub gegründet. Der heutige Name Racing Club de Lens gilt seit 1969. Die ersten Trikots waren Grün und Schwarz, in Anlehnung an den Namen des Platzes und an den Steinkohlebergbau, von dem die Region lebte. Nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs 1919 trat die Mannschaft in hellen Blautönen an.

1924 wechselten die Farben ein zweites Mal, diesmal endgültig zu Rot und Gelb. Eine Erzählung führt sie auf den damaligen Präsidenten Moglia zurück, der sich an der spanischen Flagge orientiert haben soll, eine andere auf den Bergbau selbst: Rot für das Blut der Kumpel, Gelb für die Kohle. 1932 wurde das Stade Félix-Bollaert eröffnet, 1934 wurde der Klub Profiverein, 1937 spielte Lens erstmals erstklassig. Der größte Erfolg ist die Meisterschaft 1998; fünfmal wurde der RCL Vizemeister, zuletzt 2025/26. Den Pokal gewann Lens erstmals 2026, im selben Jahr auch erstmals den Trophée des Champions. Seit der Saison 2020/21 spielt der Verein wieder in der Ligue 1. Der Gegner im Derby du Nord ist Lille.

Ikonische Trikots

Rot und Gelb machen ein Heimtrikot von Lens auf den ersten Blick erkennbar, sagen aber wenig über die Saison. Dafür sind Ausrüsterwechsel der beste Anhaltspunkt: In den Beständen tauchen Umbro, adidas, Puma, Nike und Reebok auf, und ein Logo grenzt eine Zeitspanne oft enger ein als das Design selbst. Prüfen Sie zusätzlich den Sponsoraufdruck auf der Brust, denn er wechselt häufiger als Schnitt und Farbstellung.

Neben Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots kursieren viele Teile, die keine Spieltrikots sind: Trainingsshirts, Torwarttrikots (GK), Track Jackets, Bench Coats, Regenjacken, Polos, Tees und Shorts. Sie folgen eigenen Farblinien und tragen oft nicht das Spieltagsdesign. Pre-Match-Oberteile gehören ebenfalls in diese Gruppe. Wer den Satz einer bestimmten Saison sucht, sollte die Artikelart im Titel also genauso ernst nehmen wie die Jahresangabe.

Spieler, die den Verein geprägt haben

Beflockte Stücke sind bei Lens häufig. Produkttitel geben dabei nur den Nachnamen und die Rückennummer aus, ohne Vornamen und ohne Umlaut, weshalb ein Name allein keinen Spieler eindeutig identifiziert. Wichtiger ist die Frage, ob der Flock original aufgebracht wurde: Nachträgliche Beflockung ist verbreitet und ist weniger wert als ein werkseitig ausgestattetes Trikot. Achten Sie auf saubere Kanten, auf eine zur Saison passende Schriftart und darauf, ob Ligapatches vorhanden sind oder fehlen.

So wählst du dein Trikot

Die Bezeichnungen Player Issue und Match Issue bedeuten, dass ein Stück für den Kader gefertigt wurde, etwa im engeren Spielerschnitt oder mit aufgebrachter Nummer. Sie belegen nicht, dass es in einem Spiel getragen wurde. Für echtes Matchgetragenes braucht es eine nachvollziehbare Zuordnung zu Spieler und Partie.

Zustände werden über eine Zehnerskala und Stufen wie Good, Very Good, Excellent, Mint oder Brand New – With Tags beschrieben. Die Skala bewertet Material, Druck und Passform, nicht die Seltenheit. Bei einem Original erwarten Sie ein zum Jahrzehnt passendes Gewebe, zeittypische Pflegeetiketten und ein Größenlabel im damaligen Format. Neuauflagen sehen dem Vorbild oft sehr nahe, verraten sich aber über moderne Etiketten und Nähte. Größenangaben im Titel unterscheiden zudem zwischen Herren-, Damen- und Kinderschnitten, die sich in Länge und Weite deutlich unterscheiden.

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